Was ist der Schiefer Schillerporling?

Der Schiefer Schillerporling (lt. Inonotus obliquus, engl. Chaga) hat einen hohen Nährstoffgehalt und ist ein langsam wachsender parasitärer Pilz. Wegen seiner heilenden Eigenschaften wird er seit vielen Jahrhunderten als kraftvolles volksmedizinisches Mittel gesammelt und eingesetzt.

Der Schiefer Schillerporling lässt sich auf Ulmen und Erlen antreffen, sein bevorzugter Wirtsorganismus ist jedoch die Birke. Das hochkomplexe Myzelium ist auf der äußeren Schicht der Baumrinde sichtbar, das vor Melanin geradezu strotzt. Die nützlichen Eigenschaften des Schiefer Schillerporlings sind eng mit der Birke als solcher verbunden – es wird überliefert, dass Chaga das Hartholz essbar macht und denjenigen, der es konsumiert, so stark und widerstandsfähig macht wie der Baum selbst.

Man kann also sagen, dass Chaga, der auch als Tinder Pilz (dt. Zunder Pilz) wie eine zeitgemäße Tinder Story funktioniert: die Magie der Heilungssynergie tritt nur in Kraft, wenn Chaga mit seinem Lieblingsorganismus gekoppelt ist.

Schiefer Schillerporling: König der Vitalpilze

Im Gegensatz zu den vielgepriesenen gesundheitsfördernden Eigenschaftes des Chaga Pilzes, stehen die Namen für diesen Zunder-Pilz von der eher traurigen Gestalt. Auch wenn er in Japan als der Diamant des Waldes gefeiert wird und die Russen ihn als das Geschenk Gottes benennen, beschreiben die meisten Namen des Inonotus obliquus sein unansehnliches Äußeres: dazu gehören Aschenknolle, Schwarzhaufen, Birkenporlingskropf und Aschenporling, da er den Ascheschlacken ähnelt, die nach einem Kohlenfeuer zurückbleiben.

Chagas hoheitlicher Status als König der Pilze entstand unter den traditionellen Bauern Sibiriens: sie trinken seit langem Chaga Tee oder Chaga Kaffee als Alternative zu teurem regulärem Kaffee.

Nutzbringende Eigenschaften des Schiefer Schillerporlings (lt. Inonotus obliquus, engl. Chaga)

Vollgepackt mit Antioxidantien boostet der Schiefer Schillerporling den allgemeinen Gesundheitszustand, die Vitalität und die Langlebigkeit. Er wird für die Behandlung von Geschwüren eingesetzt und bei einem Reizdarm-Syndrom (RDS) verwendet. Die Antioxidantien bekämpfen nicht nur Viren, sondern auch schädliche Bakterien, was entscheidend zu einem gesunden Verdauungssystem beiträgt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Chaga als kraftvolles Verdauungs- und Nierentonikum verstanden.

Der Schiefer Schillerporling ist einzigartig reich an Melanin. Melanin hat eine hohe ORAC-Wert (oxygen radical absorbance capacity), also eine hohe Fähigkeit zum Abfangen von Sauerstoffradikalen – ein Wert, der die antioxidative Kapazität in Lebensmitteln angibt. Als natürlicher Schutzfaktor für die Haut hilft Melanin dabei, die Haut gesund zu erhalten und macht den Inonotus obliquus zu einem wirksamen Mittel, wenn es um Verjüngung und Anti-Aging geht. Es ist ebenfalls wirksam bei der Linderung von Hautkrankheiten und ihren Symptomen, so zum Beispiel bei Ekzemen und Schuppenflechte.

Wegen der auf natürliche Weise synergistisch wirkenden bioaktiven Verbindungen im Schiefer Schillerporling, wird er in Asien und Russland bei Krebsbehandlungen verwendet. Die Kombination hoher Antioxidantien-, Melanin- und Betulinlevel verleihen ihm anti-tumorale Eigenschaften. Zurückzuführen ist dies u.a. darauf, dass Antioxidantien den Körper dazu anregen, NK-Zellen zu produzieren (Natural Killer Zellen). Auch gibt es Forschungsarbeiten die zeigen, dass Melanin Zellen vor UV-Schäden schützt und dass Betulin einen Selbstzerstörungsprozess in bestimmten Krebszellen in Gang setzt (Apoptose).

Chaga beeinflusst das kardiovaskuläre System, fördert die Herzgesundheit und hilft bei der Regulierung der Effekte von Diabetes: Betulin reduziert den Cholesterinspiegel (LDL) im Blut, ebenso den Blutzuckerspiegel und hat einen blutverdünnenden Effekt.

Neben diesen außergewöhnlichen anti-tumoralen, entzündungshemmenden und anti-viralen Eigenschaften, ist der Schiefer Schillerporling ein wirksames Adaptogen für das gesamte Immunsystem. Chaga fördert die Bildung nützlicher Zytokine, die Infektionen durch schädliche Viren und Bakterien bekämpfen.

In einem hyperimmunen Zustand hingegen (z.B. rheumatoide Arthritis) verhindert der Schiefer Schillerporling die Produktion schädlicher Zytokine und reduziert dadurch die vorhandenen Entzündungen.

Zusammenfassung der Vorteile des Schiefer Schillerporlings (lt. Inonotus obliquus, engl. Chaga)

– anti-aging Effekte
– Antioxidans
– Antiphlogistikum (wirkt entzündungshemmend)
– anti-tumorale Eigenschaften
– anti-virale Eigenschaften
– Immunomodulation (wirkt ausgleichend auf das Immunsystem)
– senkt den Blutzuckerspiegel
– fördert die Gesundheit von Haut und Haar
– unterstützt die Herzgesundheit

Bioaktive Verbindungen im Schiefer Schillerporling

Der Inonotus obliquus ist ausgesprochen nährstoffreich, er enthält mehr Antioxidantien als z.B. Blaubeeren und mehr Kalium als z.B. Bananen. 215 eindrucksvolle Phytonährstoffe sind im Schiefer Schillerporling zu finden, darunter Magnesium, Schwefel, Zink, Kupfer, Kalzium, Eisen, Vitamin B2 und Vitamin D2. Wie zuvor erwähnt ist die Menge an enthaltenem Melanin beeindruckend – kein anderes Nahrungsmittel enthält von dieser Wunderzutat nur annähernd so viel. Melanin ist ein krafvolle Heilverbindung mit hohem ORAC-Wert (also der Fähigkeit zum Abfangen von Sauerstoffradikalen), welches ein gängiges Maß zur Bestimmung der Menge an Antoxidantien darstellt.

Die wahrhaft einzigartigen medizinisch wirksamen Verbindungen im Schiefer Schillerporling sind allerdings in den Triterpenen, Lupeol, Lanosterin, Ergosterin, Polysaccharides (inklusive der Beta-Glucane), Betulin und Betulinsäure zu sehen. Chaga nimmt über Jahre hinweg Betulinsäure aus seinem Wirtsorganismus auf und gerade das macht den in der Natur gewachsenen Schiefer Schillerporling so wirkkräftig. Wer Chaga einnimmt, profitiert nicht nur von den heilsamen Eigenschaften des Pilzes selbst, sondern auch von denen des Baums, auf dem er wächst.

Schiefer Schillerporling Supplemente und Kapseln

Chaga ist traditionell beliebt als Heißgetränk, nämlich als Chaga Tee oder Chaga Kaffee. Da die Ziehzeit allerdings mehrere Stunden beträgt, weil sonst die wirksamen Verbindungen nicht extrahiert werden können, sind Chaga Präparate, also Supplemente, bei den Verbrauchern sehr gefragt. Es gibt sowohl Chaga Pulver, Chaga Stücke, Chaga Kapseln als auch Chaga Tinkturen auf dem Markt, die sich natürlich im Preis und auch bei der Qualität erheblich voneinander unterscheiden können.

Vor allem muss man wissen, dass in erster Linie der natürlich gewachsene, von der Birke geerntete Schiefer Schillerporling die bioaktiven Verbindungen enthält. Der Grund dafür ist, dass Betulin und Betulinsäure vom Chaga Pilz selbst aus der Birkenrinde herausgezogen werden. Wenn der Schiefer Schillerporling jedoch unter Zuchtbedingung wächst, verliert er den Großteil seiner medizinisch wirksamen Verbindungen.

Schiefer Schillerporling Nebenwirkungen (lt. Inonotus obliquus, engl. Chaga)

Der Inonotus obliquus ist wegen seines eindrucksvollen Gehalts an Antioxidantien und einzigartigen Triterpenen eine hochwirksame Unterstützung, wenn es um die Optimierung des Allgemeinzustandes, der Gesundheit und der Langlebigkeit geht. Auch wenn bislang keine Komplikationen oder unerwünschte Nebenwirkungen beobachtet wurden, soll erwähnt werden, dass der Schiefer Schillerporling einen hohen Oxalatgehalt aufweist. Da dies eine natürliche Säure ist, die sich leicht mit Kalzium verbindet und evtl. Nierensteine begünstigen kann, wird empfohlen, dass Personen mit Neigung zu Nierensteinen oder anderen Nierenerkrankungen kein Chaga einnehmen sollten.

Wie sicher ist es, den Schiefer Schillerporling zu nutzen?

Der Schiefer Schillerporling ist vollgepackt mit Antioxidantien, ist überaus nährstoffreich und wurde traditionell seit langer Zeit als Tee und Kaffee verwendet; Chaga führt nicht zur Abhängigkeit.

Da Chaga einen starken Effekt auf den menschlichen Körper ausübt, sollten ein paar Empfehlungen beachtet werden.
Nehmen Sie kein Chaga Präparat zu sich, wenn Sie:
– schwanger sind oder stillen. Bislang sind noch keine wissenschaftlichen Studien verfügbar über die Wirkungen von Chaga während der Schwangerschaft oder der Stillzeit. Um Komplikationen zu vermeiden, ist es daher sicherer, kein Chaga einzunehmen.
– eine Nierenerkrankung oder Nierensteine haben. Durch den hohen Gehalt an Oxalat kann der Schiefer Schillerporling zur Bildung von Nierensteinen beitragen.

Nutzen Sie Chaga mit Vorsicht in folgenden Situationen:
– bei Diabetes mit Insulingabe wird empfohlen, mit einer zunächst niedrigen Chaga Dosierung zu beginnen. Da der Schiefer Schillerporling den Blutzuckerspiegel senkt, sollten Sie anfangs eher defensiv vorgehen.
– in Chaga ist Lithium enthalten. Wenn Sie ein Lithium-basiertes Anti-Depressivum einnehmen, befragen Sie bitte Ihren Arzt, bevor Sie sich für den Schiefer Schillerporling entscheiden.

Es wird empfohlen, dass Sie sich immer von Ihrem Arzt oder Apotheker über die Einnahme von Chaga Supplementen beraten lassen, falls Sie unter gesundheitlichen Einschränkungen leiden.